Vorlesgeräte

Lange war es blinden und stark sehbehinderten Menschen nicht möglich sich selbststaändig über die aktuellen Ereignisse aus der Presse zu informieren oder insbesondere vertrauliche Briefe und Unterlagen wie z.B. Kontoauszüge allein zu bearbeiten. Die Entwicklung von Vorlesegeräten, auch Lesesystem oder Lesesprechgerät genannt hat dies verändert.

Was machen Vorlesegeräte?

Vorlesegeräte sind Hilfsmittel, die gedruckten Text (sog. Schwarzschrift) einlesen und über eine synthetische Sprachausgabe ausgeben. Der Anwender legt die Textvorlage(z.B. Briefe, Bücher, Zeitschriften etc.) wie bei einem Kopiergerät auf den Scanner und startet den Einlesevorgang. Danach wird der Text in einem eingebauten Computer verarbeitet und auf eingebauten Lautsprechern oder einem Kopfhörer ausgegeben.

Welche Funktionen haben Vorlesegeräte?

Grundfunktionen sind die Lautstärkeverstellung sowie das anhalten des Vorlesens. Wichtig ist eine angenehme Vorlesestimme sowie die Möglichkeit zur Verstellung der Lesegeschwindigkeit.
Neben dem direkten Vorlesen der Texte erlauben viele Geräte das Speichern von Texten zur späteren Verwendung oder Archivierung. Das Vorlesegerät recitator von Kranz Vision speichert die archivierten Texte unter per Spracheingabe vergebenen Speicherplätzen. Durch ein eingebautes Mikrofon kann der Anwender den Namen des Dokumentes leicht festlegen.

Die Bedienung von Vorlesegeräten

Für Blinde und visuell eingeschränkte Menschen ist die Bedienung von technischen Geräten of eine Herausforderung. Vorlesegeräte müssen auf die besonderen Bedürfnisse dieser Anwender abgestimmt sein. Großflächige Tasten, am besten in verschiedenen Formen sowie ein einfach aufgebautes Bedienkonzept sind hier von besonderer Bedeutung.