Bildschirmlesegeräte

Bei Bildschirmlesegeräten wird das Objekt bzw. die Textvorlage unter eine Kamera gelegt. Das von der Kamera aufgenommene Bild wird wird von dem Gerät aufbereitet und auf einem Bildschirm wiedergegeben. Die Vergrößerung, auch als Abbildungsmaßstab bezeichnet, kann am Gerät üblicherweise eingestellt werden. Bei den von uns angebotenen Geräten werden Vergrößerungen von bis zu 52-fach erreicht. Kranz Vision vertreibt ausschließlich Bildschirmlesegeräte mit Flachbildschirmen.

Um den Lesefluss zu verbessern sind viele Bildschirmlesegeräte mit Kreuztischen ausgestattet. Diese Einrichtung ermöglicht das sanfte und ruckfreie Verschieben des Textes unter der Kamera und erleichtert damit das Verfolgen des Textes auf dem Bildschirm.

Es gibt Bildschirmlesegeräte, bei denen Kamara, Monitor, Kreuztisch und Bedienelemente eine Einheit bilden, dem gegenüber stehen Geräte, bei denen Monitor und Kamera getrennt aufgestellt werden um eine gesteigerte Flexibilität bei der Platzierung auf dem Schreibtisch oder am Arbeitsplatz gewährleisten zu können.


Ausstattungsmerkmale


Die elektronische Kontrastverstärkung ist für hochgradig Sehbehinderte eine große Hilfe um insbesondere Texte, die auf farbigem Papier gedruckt sind sicher lesen zu können. Die Kontrastverstärkung ist eine Funktion der elektronischen Lesehilfen, die von optischen Lesehilfen nicht erreicht werden kann.

Eine weitere Funktion zur Verbesserung der Lesbarkeit ist die Invertierung, auch Negativ-Schaltung genannt. Diese Funktion vertauscht die Farbgebung des Textes von dunklem Text auf hellem Grund auf hellen Text auf dunklem Grund. Diese Funktion ist für viele Nutzer eine erhebliche Erleichterung beim Lesen da Sie vorzeitiger Ermüdung vorbeugt und außerdem die Blendung durch Streulicht verringert.


Erweiterte Funktionen für Schule, Hochschule und Beruf


Um Arbeitnehmern die weitere Teilnahme am Berufsleben und Schülern und Studenten die Möglichkeit zur Ausbildung zu geben, bieten wir erweiterte Geräte für diese besonderen Einsatzbereiche an.

Für die Nutzung in der Schule stehen verschiedene Lesegeräte zur Verfügung, die mit einer Entfernungs- bzw. Panoramakamera verbunden werden können. Die Nutzung kann dabei auch getrennt erfolgen. Es kann z.B. zuerst eine Entfernungskamera mit Bildschirm verwendet werden wenn die Sehstärke zum Lesen am Schreibtisch noch ausreicht. Falls die Sehstärke nachlässt kann dann ein Lesegerät ergänzt werden. Anders herum kann das Lesegerät auch einzeln betrieben werden und zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Kamera aufgerüstet werden.

Im Büro können Lesegeräte mit PC-Schnittstelle eingesetzt werden, die ein vernetztes Arbeiten ermöglichen. Dabei kann der Bildschirm geteilt werden oder das Bild vom Lesegerät auf dem Computer abgespeichert werden.


Diagnose


Menschen mit hz.B. hochgradiger Myopie bei degenerativer Veränderung der Netzhaut, Maculadedegeneration, Opticus-Atropien, tapetoretinale Degeneration oder anderen Erkrankungen, die zu einem Visus von 0,1 oder kleiner führen, können mit einem Bildschirmlesegerät ausgestattet werden um die Sehschwäche auszugleichen.