Entwicklung eines Vorlesegerätes mit Gestensteuerung

In Deutschland waren 2011 nach einer Studie der Universität Hamburg ca. 4% bzw. 2 Millionen der Erwachsenen totale sowie mehr als 14% bzw. 7,5 Millionen funktionale Analphabeten. Primärer Analphabetismus (bzw. totaler Analphabetismus) liegt vor, wenn ein Mensch weder schreiben noch lesen kann und beides auch nie gelernt hat. Funktionale Analphabeten sind Menschen, die zwar Buchstaben erkennen und durchaus in der Lage sind, ihren Namen und ein paar Wörter zu schreiben, die jedoch den Sinn eines etwas längeren Textes entweder gar nicht verstehen oder nicht schnell und mühelos genug verstehen, um praktischen Nutzen davon zu haben.

 

Entwicklungsprojekt 'Vorlesegerät mit Gestensteuerung'

Das angestrebte Projektziel ist die Entwicklung und Fertigung eines Vorlesegerätes mit Gestensteuerung. Dieses soll speziell Personen im privaten als auch beruflichen Alltag unterstützen, welche an einer Lese-Rechtschreibschwäche, einer Sehbehinderung bzw. an Analphabetismus leiden. Die geplante Gestensteuerung ermöglicht es den Personen, genau die Textstelle live oder direkt  anzusteuern (per Fingerzeig) an welcher das Gerät mit dem Vorlesen beginnen soll. Die Benutzung soll dabei so einfach wie möglich sein und keine zusätzlichen Geräte erfordern.

 

Eine weitere Innovation dabei ist die Koppelung des Vorlesegerätes mit einer integrierten Sprachausgabe, diese soll vor allem Menschen mit einer Lese-Rechtschreibschwäche als auch Analphabeten im Alltag unterstützen. Die Funktion kann aber auch von Menschen mit Sehbehinderung genutzt werden, allerdings ist hier anzunehmen, dass die Gestensteuerung nur bedingt genutzt werden kann.

 

Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens liegen die Schwerpunkte auf der Entwicklung der vier Themenbereiche Kamera, Steuerungssoftware, Gestensteuerung und Sprachmodul sowie, wie schon oben erwähnt, auf der Einhaltung der Kostenanforderung der gesetzlichen Krankenkassen.

 

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Investition in Wachstum und Beschäftigung

Dieses Projekt wird kofinanziert von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

Operationelles Programm Mecklenburg-Vorpommern 2014-2020.